Kurz vor Weihnachten noch ein Lied für die besinnlichen Tage:
(Melodie wie bei "Der Mond ist aufgegangen")
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Die Saat ist aufgegangen.
Die grünen Früchtlein prangen
im Land. Unsagbar klar.
Das Volk sieht es und schweiget.
Der Winter kommt, es steiget
das Unheil auf so offenbar.
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Was bleiben wir so stille,
nehm'n wir die blaue Pille?
Ist für uns Scheiße Gold?
Schlucken wir unsern Jammer
und sitzen in der Kammer,
bis uns das Unheil ganz einholt?
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Ein Garten voller Kinder
bringt uns nicht durch den Winter.
Das infantile Spiel:
Wer ist hier denn der grünste?
und all die Hirngespinste
machen uns krank und grenzdebil.
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So vieles liegt darnieder.
Oh Gott! Füll' Du's doch wieder!
Wie lang schmacht' uns der Bauch!
Bewahr', daß wir nicht schlafen,
nicht nur sinnlos rumschaffen,
und unsern kranken Nachbarn auch.
Quelle und restliche Strophen:
https://bundesdichter.substack.com/p/die-saat-ist-aufgegangen